Wie lange dauert das Brautpaarshooting?

Brautpaar sitzt gemeinsam auf der mit Blumen geschmückten Schaukel im Park vom Schloss Breitenfeld.

Eine der häufigsten Fragen, die mir Paare als Hochzeitsfotograf aus Leipzig in der Planungsphase stellen, und gleichzeitig eine, bei der die Erwartungen weit auseinandergehen. Manche rechnen mit zwei Stunden, andere haben gar nicht eingeplant, dass es überhaupt Zeit kostet. Hier kommt eine klare Antwort und alles, was Ihr drumherum wissen solltet.

Die kurze Antwort: etwa 30 Minuten

In etwa 90 Prozent der Fälle reichen mir 30 Minuten für das Brautpaarshooting. Das klingt erstmal überraschend wenig, ist aber genau die Zeit, in der die Bilder entstehen, von denen Ihr später sagt: „Das ist genau unser Tag.“ Wenn länger zu laufende Wege dazukommen, etwa eine Runde im Park, plane ich realistisch bis zu einer Stunde ein. Alles darüber hinaus hat sich in der Praxis selten gelohnt.

Warum nicht länger? Weil mehr Zeit nicht automatisch mehr gute Bilder bedeutet. Die besten Aufnahmen entstehen in den ersten 20-30 Minuten, sobald Ihr Euch eingespielt habt und nicht mehr darüber nachdenkt, was Ihr gerade tun sollt. Danach steigt eher die Erschöpfung als die Bildqualität. Ich habe lange Shootings probiert und kürzere, das Ergebnis war jedes Mal das gleiche: kompakt ist besser.

Was in diesen 30 Minuten passiert

Ihr stellt Euch das vermutlich anders vor als es tatsächlich abläuft. Ich gebe Euch keine starren Posen vor, sondern wir bewegen uns. Ihr lauft, redet, lacht, dreht Euch um, ich fotografiere drumherum. Die schönsten Bilder entstehen in den Momenten dazwischen, nicht in den gestellten Sekunden danach. Wer mehr darüber wissen will, wie ich generell arbeite, findet das im Beitrag Posen bei der Hochzeitsreportage.

Ich bin dabei meistens leise, gebe kleine Impulse, beobachte und löse aus. Wenn ich etwas brauche, sage ich es kurz. Wenn nicht, lasse ich Euch in Ruhe. Das Ziel ist nicht, perfekte Posen abzuarbeiten, sondern Euch als Paar zu zeigen, wie Ihr Spaß habt und wie Ihr wirklich seid. Steif wirkt das nie, weil ich Euch gar nicht erst in Situationen bringe, in denen Steifheit entsteht.

Warum kürzer oft besser ist

Ein Hochzeitstag ist vollgepackt. Ihr habt Euch monatelang darauf vorbereitet, seid seit dem Morgen unterwegs, habt geredet, geküsst, geweint, gegessen und Hunderte von Hallos gesagt. Wenn ich Euch dann eine Stunde für ein Shooting raushole, ist das eine ganze Stunde weg von der Party, von den Gästen, von Eurem eigenen Tag. Genau das will ich vermeiden. Dann lieber kurz, intensiv, mit klarem Kopf, und dann zurück zur Feier. Ihr habt mehr von Euren Gästen, die Gäste haben mehr von Euch, und die Bilder sind besser, weil Ihr nicht völlig erschöpft seid.

Wann findet das Shooting am besten statt?

Das hängt vom Lichtverlauf des Tages ab. Bei klassischen Sommerhochzeiten ist das beste Zeitfenster eher gegen Nachmittag bzw. frühen Abend, wenn die Sonne tiefer steht und das Licht weicher wird. Im Herbst und Winter ist das früher, manchmal direkt nach der Trauung, weil sonst die Dämmerung kommt.

Ich plane das vorab gemeinsam mit Euch, sodass Ihr nicht selbst Lichtphasen ausrechnen müsst. Wenn wir eine grobe Zeitplanung besprechen, sage ich Euch, wo das Shooting am sinnvollsten reinpasst. Das ist Teil des Vorgesprächs, nicht etwas, was Ihr selbst lösen müsst.

Was ist mit dem Wetter?

Regen, dichte Wolken, pralle Mittagssonne, das spielt für mich eine kleinere Rolle, als die meisten denken. Weiches Licht an einem bedeckten Tag ist für Portraits sogar oft besser als knalliger Sonnenschein. Bei Regen gibt es Schirme, Vordächer, Innenräume und eine ganze Liste von Möglichkeiten, die ich aus dem Stand vorschlagen kann. Mehr zu dem Thema habe ich im Beitrag Hochzeit im Regen zusammengefasst.

Was ich Euch versprechen kann: Ich werde nie sagen „wegen des Wetters geht es nicht“. Wir machen das Shooting, egal was vom Himmel kommt. Das einzige, was ich nicht beeinflussen kann, ist Eure Bereitschaft, durch eine Pfütze zu laufen. Falls Ihr da mitgeht, gehen wir die Sache einfach an.

Wo findet das Shooting statt?

Das ergibt sich fast immer aus dem Umfeld. Eine Hochzeit auf einem Schloss bietet andere Möglichkeiten als eine Feier im Hinterhof eines Restaurants in der Stadt, aber jeder Ort hat Stellen, die für ein Shooting funktionieren. Park, Treppe, Hinterhof, eine ruhige Ecke im Hotel, manchmal auch nur ein Fenster mit gutem Licht.

Ihr müsst das nicht vorab planen. Ich schaue mir die Location entweder vorher an oder spätestens vor Ort und suche die richtigen Ecken raus. Wenn Ihr selbst einen Lieblingsplatz habt, sagt es mir, dann gehen wir dort vorbei. Ansonsten überlasst es einfach mir.

Reicht das wirklich für gute Bilder?

Ja. Ich verstehe die Sorge, weil 30 Minuten erstmal klingen wie ein schlechtes Geschäft. Aber das Brautpaarshooting ist nur ein Teil der Reportage, nicht der einzige Moment mit Euch. Den ganzen Tag über entstehen Bilder, in denen Ihr im Mittelpunkt steht, beim Getting Ready, bei der Trauung, beim Anstoßen, beim Tanz. Das eigentliche Shooting ist die Zeit, in der wir bewusst nur Euch beide haben, ohne Gäste, ohne Programm. Mehr braucht es dafür nicht.

Wer mehr darüber wissen will, wie ich grundsätzlich arbeite, findet das im Beitrag Was ist eigentlich eine Hochzeitsreportage?.

Habt Ihr noch Fragen?

Wenn Ihr unsicher seid, wie Ihr das Shooting in Eurer Tagesplanung unterbringt oder ob Euer Tag eher zu den 30-Minuten-Fällen oder zu den Ausnahmen gehört, schreibt mir einfach eine unverbindliche Anfrage. Ich schaue mir Eure Planung an und sage Euch ehrlich, was sinnvoll ist.

Eindrücke meiner Brautpaarshootings

Häufige Fragen

Ihr habt Fragen zu Ablauf, Preisen oder wie das mit den Bildern läuft? Schaut in die FAQ – da beantworte ich die Sachen, die ich am häufigsten gefragt werde.

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